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Cheerleading – Trendsportart aus den USA jetzt auch in Bautzen

„Cheerleader? Das sind doch die halbnackten Mädels mit den Puscheln am Spielfeldrand?“ So ähnlich hörte sich damals der Kommentar eines Freundes bezüglich meines neuen Hobbys an. Ganz Unrecht hatte er ja nicht: Ja, als Cheerleader hat man nun mal keine Jogginghose an und ja, wir benutzen sogenannte PomPoms als visuellen Effekt beim Tanzen. Aber das tun wir nicht nur am Spielfeldrand sondern auf eigenen Meisterschaften und dort wird nicht nur getanzt, vielmehr werden junge Frauen in die Luft geworfen, menschliche Pyramiden gebaut und auf dem Boden geturnt. Außerdem gibt es nicht ausschließlich weibliche Teams, nein: Auch Männer üben diesen vielseitigen Sport aus. Und geschichtsträchtig ist er obendrein. Daher beginne ich mit einem kleinen Ausflug in die Entstehung des Cheerleading:

Die Geschichte
Ende des 19. Jahrhunderts wurde zu Football-Spielen das Publikum von Männern angeheizt, Bewegungen mitzumachen und Schlachtrufe zu brüllen. Nach und nach durften auch Frauen dem beiwohnen und es entwickelte sich schnell eine Cheerleadingkultur. Hebungen (Stunts und Pyramiden) sowie Würfe (sogenannte Baskets) und Tänze kamen erst gegen Ende der 1940er Jahre hinzu. Erste Meisterschaften wurden ausgetragen und sich nicht mehr nur an American Football orientiert. Cheerleading emanzipierte sich zusehends als eigenständige Sportart, die selbst angefeuert werden will. Selbst der ehemalige Präsident der USA (George W. Bush) ließ sich vom Cheerleading-Fieber anstecken. Weitere berühmte Cheerleader sind: Halle Berry, Madonna, Jennifer Lawrence, Samuel L. Jackson und Britney Spears.
Seit den 1980er Jahren gibt es diesen Sport auch in Deutschland. Laut AFVD und CCVD gibt es mittlerweile ca. 16.000 aktive Cheerleader in Deutschland.
Die jährlichen Weltmeisterschaften zweier amerikanischer Dachverbände (International Federation of Cheerleading IFC und U.S. Allstar Federation USAF) sind die Höhepunkte jeder Saison. Für die USAF Worlds wird jedes Jahr ein deutsches Nationalteam gestellt, dessen Mitglieder sich in zwei Durchgängen qualifizieren müssen.

Die Trainerin
Ich selbst habe den Sport 2001 für mich entdeckt. Damals zog ich nach Saarbrücken und wollte neben dem Studium einen Ausgleich schaffen. Ein bisschen Action musste her und so schloss ich mich einem Squad an, bei welchem ich bis 2009 blieb. Von 2009 -2013 gehörte ich als Gründungsmitglied und Co-Trainerin den Infinity Cheerleadern aus Saarlouis an. Insgesamt nahm ich an 19 nationalen und offenen internationalen Meisterschaften teil. Etliche regionale und überregionale Auftritte gehörten zur Tagesordnung bspw. für den SWR1, Stadtfeste, Footballspiele, Laufwettkämpfe, Vereinsfeiern, Geburtstage usw. 2014 trainierte ich beim Dresdner Mixed-Team DMC unter Tino Wollmann (Angehöriger der deutschen Nationalteams). Dieses Team stellt auch die Cheerleader von Erdinger Alkoholfrei, welche bei unterschiedlichsten Rennen die Athleten anfeuern (z.B. Frankfurt Marathon, Berlin Marathon, London Marathon, Challenge Roth, Triathlon und Marathon Hamburg etc.).

Training
Für den Aufbau eines Teams in Bautzen suche ich sportbegeisterte junge Frauen (ab 14 J.) und Herren (ab 16 J.), die ein paar blaue Flecke nicht scheuen und sich beim Training so richtig verausgaben wollen. Gesportelt wird anfangs einmal in der Woche für 2-3 Stunden. Erlernt werden dabei Skills und Motions (Bewegungsabläufe), Stunts (Hebungen in 5er-Gruppen), Pyramiden (zusammenhängende Stunts), Baskets (Wurffiguren) sowie Tumbling (Bodenturnen), Dance und Jumps (Sprünge). Aufgrund dieser Vielfalt an Elementen wird zwar ein hohes Maß an Ausdauer, Lernbereitschaft und Teamwork vorausgesetzt, Vorkenntnisse sind aber nicht unbedingt erforderlich, frei nach dem Motto: „Alles ist erlernbar“. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jeder mit Fleiß und Motivation einem Cheersquad angehören kann. Natürlich vereinfachen Vorkenntnisse in Turnen, Tanz und Akrobatik sowie jegliche Art von Mannschaftssport den Einstieg in dieses fantastische Hobby.

Die Zusammenarbeit mit professionellen Cheerleading-Trainern kann zusätzlich notwendig werden. Diese sogenannten „Private-Coachings“ sollen ein bis zweimal im Jahr stattfinden. Dadurch können auch die Skills des Teams auf dem neuesten Stand gebracht und die Teilnahme an landesweiten oder offenen internationalen Meisterschaften ermöglicht werden.

Sollte ich euer Interesse geweckt haben, traut euch und kontaktiert die Wolfpack Cheerleader unter n.petzold@bautzen-cheert.de oder über die Homepage www.bautzen-cheert.de.

Und wer möchte, kann auch mit den „Puscheln“ tanzen...
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Fotos: privat

(Nadine Petzold, 20.06.2016)
Eingetragen am 20.06.2016 von Uwe Warmuth.

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