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 Bautzener
 Leichtathletik-Verein
”Rot-Weiß 90“ e.V.

Abteilung Leichtathletik

Stopp für Leichtathletiknachwuchs in Bautzen

Eine Überschrift die Angst macht, aber das absolute Gegenteil davon ist in Bautzen der Fall. Dem Talentstützpunkt des BLV Rot-Weiß 90 Bautzen rennen die Kinder und Jugendlichen die Türen ein! Der Verein musste daraufhin leider mit einem Aufnahmestopp reagieren und stellte unter dem Titel "Ansturm auf die Kinder-Leichtathletik" den Hinweis auf seiner Homepage ein, dass erst wieder im März 2012 ein Test für Neuaufnahmen möglich sein werde. Dieser Vermerk auf der Homepage und das eigene Erleben einer klasse Trainingseinheit des Bautzener Leichtathletik-Nachwuchses am Rande der Wettkämpfe "Jugend trainiert für Olympia" im Stadion Müllerwiese im vergangenen Juni, waren überzeugende Gründe, sich in Bautzen selbst von der Arbeit auf dem Gebiet der Kinderleichtathletik zu überzeugen. Und es wurde ein beeindruckender Nachmittag.

Ines Heblack, die Trainerin des Talentstützpunktes hatte die Trainingseinheiten optimal so darauf abgestimmt, dass es eine umfassende Dokumentation der Trainingseinheiten vom spielerischen Aspekt über die Entwicklung von technischen Fähigkeiten bis hin zu Wettkampfaspekten wurde. Ines Heblack, die es mit ihren acht Übungsleiterinnen und Übungsleitern, sowie zwei Übungsleiterassistenten geschafft hat in kurzer Zeit ein Team aufzubauen, dass jetzt bereits 180 Mädchen und Jungen vom Vorschulbereich bis zu den Schülern A umfasst, berichtete stolz von den bereits erreichten Erfolgen, zeigte den von ihr eingeschlagenen Weg auf und bezog stets eine gut begründete Position zu den Fragen der Neuausrichtung der Kinderleichtathletik, den Problemen mit Trainingsmöglichkeiten, Neugewinnung von Übungsleitern, der Zusammenarbeit mit Eltern und den Schulen und auch zu Fragen der Entwicklung im Leichtathletik-Verband Sachsen.

Drei Vorschulkindergruppen, je eine U8 und U10 TG, sowie 2 TG U12 und je eine TG U14+U18 umfasst gegenwärtig der Verantwortungsbereich der Trainerin. Sie ermöglichte mir während der Trainingseinheiten Gespräche mit den Übungsleitern, ihren Schützlingen und deren Eltern. Es war beeindruckend zu erfahren, wie positiv sich alle Eltern über die Arbeit im Talentstützpunkt Bautzen äußerten. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Isabell Engst aus der Nähe von Radibor war an diesem Tag mit ihrer Mutti die 20 km zum Training gekommen, eine Strecke die sie zweimal in der Woche dafür zurücklegen. Frau Engst war voll des Lobes über die Organisation und den Aufbau des Trainings und erklärte, dass die gesamte Familie mit Oma und Opa einbezogen wird, damit Isabell keine Trainingseinheit verpasst. Alle angesprochenen Eltern schlossen sich dieser Einschätzung an und es war auch persönlich erlebbar, wie klasse sich die Eltern untereinander abstimmten, als es um die Fahrtorganisation zu den Bezirksmeisterschaften im Cross am Wochenende ging.

Das Training begann in zwei Gruppen der Schüler C/D und Ines Heblack stand mit Angelika Seemann eine sehr engagierte Übungsleiterin zur Seite. Neunzig Minuten disziplinierten Trainings waren eine Augenweide für den Betrachter, spielerische Elemente wechselten sich mit technischen Übungen ab und die Kinder waren begeistert bei der Sache. Nach dieser Einheit ging es sofort mit dem Training der Schüler A/B weiter und mit Matti Herrmann stand ein selbst aktiver Leichtathlet der Trainerin zur Seite.

Zwei wichtige Dinge beschäftigten die größeren Sportler im Gespräch. Zum Ersten die Frage: Wie geht es mit der Leichtathletik weiter? Und 2.: Kommt auch einmal ein Top-Leichtathlet aus Sachsen zu uns, der uns seine Erfahrungen weitergibt und uns von einer Weltmeisterschaft bei den Großen berichtet? Zum ersten Thema herrschte große Übereinstimmung, Kinder, Übungsleiter und Eltern in Bautzen wollen "richtige" Leichtathletik erleben. Den neuen Weg in der Kinderleichtathletik können sie bis zu einem Alter von 9 Jahren nachvollziehen, aber ab 10 geht es für sie um persönliche Erfolge mit guten Ergebnissen. Sie berichteten vom Besuch des WM-Dritten im Triathlon, Maik Petzold, der sie im Oktober besuchte, ihnen von seinen Erlebnissen und Erfolgen erzählte, aber auch den harten Weg dorthin erklärte. Alle waren und sind noch begeistert von diesem Besuch und wünschen sich sehr, dass auch erfolgreiche sächsische Athleten, wie zum Beispiel Raul Spank oder Georg Fleischhauer einmal mit ihnen eine Trainingseinheit absolvieren und geben an dieser Stelle diese Bitte an diese Sportler weiter.

Die Arbeit von Ines Heblack und ihrer Übungsleiter, zu denen noch Astrid Kämnitz, Monika Stanke, Gesine Räbiger, Carola Kaminski, Mechthild Heber und Sandro Groß gehören, zahlt sich bereits in einer großen Anzahl von Erfolgen, Länderkampf-Teilnahmen und Kader-Einstufungen aus. Der Medaillenspiegel zeigt dafür ein unbestechliches Bild. Wurden 2009 bei Bezirks- und Landesmeisterschaften insgesamt 26 Medaillen gewonnen, waren es 2010 37 Medaillen und in diesem Jahr sind es bereits 51 Podestplätze, davon 16 mal eine Goldmedaille. Celine Noack und Marie-Monique Tempel nahmen am B-Schüler-Länderkampf teil und ihre Trainingsfreundinnen Celine Seemann und Lilli-Marlen Reichwald siegten im Oppacher-Läufer-Cup 2011. Neben der Silbermedaille bei den diesjährigen MDM durch Lilli-Marlen, schafften es mit Leonard Locke, Paul Niemz und Til Kowalsky noch drei weitere Bautzener unter die Top Ten bei diesen Meisterschaften. Mit den Einstufungen von Johanna Kleiner, Fridtjof Schade, Emelie Huber und Sophia Finke als E-Kader und Lilli-Marlen Reichwald als D-Kader wurde ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung auf dem Gebiet des Leistungssportes erreicht und mit Clara Laschewski und Til Kowalsky erfolgten zwei Delegierungen zur Sportschule nach Dresden.

Es war ein beeindruckender Trainingstag im Bautzener Talentstützpunkt, verbunden mit der Zuversicht, dass der Bautzener Weg, eingeschlagen von Ines Heblack, eine positive Entwicklung der Leichtathletik in Sachsen möglich macht. Dem Team um Ines Heblack an dieser Stelle ein großes Dankeschön und alles Gute für die weitere, positive Entwicklung in Bautzen.

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Isabell Hengst kommt mit ihrer Mutti.
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Matti Herrmann (re.) mit der Trainingsgruppe der Schüler A/B
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Die E-Kader Johanna Kleiner, Sophia Finke, Fridjof Schade (vo. li)
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Kinder beim Antworten auf die Fragen des Pressewartes.


(Jörg Fernbach (Fotos und Text in leichtathletik 11/2011), 15.11.2011)
Eingetragen am 10.01.2012 von Uwe Warmuth.

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Letzte Änderung: 01.09.2014   [Seitenanfang]   [Startseite]   [Impressum]   [Kontakt]   [Termine]  
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